Meine Erlebnisse mit Windows 10

Scheiße! Scheiße! Scheiße!

Sollte normalerweise reichen, aber gut, ich beschreibe diesen Tiefpunkt meiner IT-Erlebnisse mal etwas ausführlicher. Schließlich bin ich ja längst nicht der einzige, der sich in Windows 10 versucht hat, und ich bin auch längst nicht der einzige mit meiner Hardware und meinen technischen Kenntnissen und Fähigkeiten.

Es ging ja ganz sanft los. Auf meinem Desktop-Rechner (eher einfacher Bürorechner, Packard Bell, immerhin mit richtiger Grafikkarte, Windows 7) erschien eines Tages in der Taskleiste dieses kleine schräge Fensterchen, welches dezent auf die Möglichkeit hinwies, das Betriebssystem auf Windows 10 hoch zu graduieren. Da ich ja Windows 7 habe, jedes zweite Windows einfach nur scheiße ist und das Scheißsystem mit Windows 8 schon durch war beschloß ich, nun dieses vermeintlich tolle Betriebssystem auch auf meinen Rechner zu holen.

Also das Übliche: Erstmal recherchieren, wie es denn so bei anderen lief. 50:50, so das Ergebnis, es gab also auch etliche User, die das zumindest etwas bereut hatte. Dann Daten sichern, kein Ding, mindestens monatlich wird alles auf mindestens einer externen Festplatte gesichert.

Und los!

Update-Fensterchen auf, klick klick klick (immer das Empfohlene) und los ging es mit dem Download. Ich hatte also längst nicht den Eindruck, Windows 10 würde im Hintergrund schon so nach und nach heruntergeladen sein. Nein, einmal laden bitte!

Dann kommt irgendwann das schwarze Fenster mit dem Kreis und den Prozenten, und bei 26% plötzlich die Meldung „Das vorherige System wird wiederhergestellt.“ Rödel rödel rödel, und schon war ich wieder bei Windows 7. Immerhin.

Es war der Fehler C 1900 101 – 20004. Interessant. Da gibt es dann bei Microsoft so ein Tool, welches diesen Fehler beseitigt. Getan, Wochen später ein neuer Versuch mit Windows 10. Ich bin dann bis über 70% gekommen, aber letztlich wieder Windows 7.

Ich sehe es als Zeichen, bei meinem Arbeitsplatzrechner bei Windows 7 zu bleiben. Das läuft, und es läuft gar nicht so schlecht.

Aber da habe ich ja noch einen Laptop mit Windows Vista. – Vista Bescheid –  Dem hatte ich eine neue Festplatte spendiert und da Ubuntu Linux 14.04 draufgespielt, so nebenbei: Hardware komplett lauffähig, mit Gnome Fallback (classic) sogar richtig gut bedienbar  😉

Aber was sprach dagegen, auf die alte Platte Windows 10 zu packen? Vor ca 2 Jahren hatte ich mal ganz offiziell und bezahlt eine Kopie von Windows 8 runtergeladen. Die krankte zu sehr an mangelnder Hardware-Unterstützung, auch fand ich diese Kacheln und eigentlich die ganze neue Oberfläche von Windows 8 einfach nur schrecklich. Aber als offizielles Sprungbrett zu Windows 10 war es doch bestimmt gut zu gebrauchen. Also habe ich das wieder draufgetan – mit all seiner Schrecklichkeit – und nach kurzer Zeit wurde mir dann auch prompt Windows 10 angeboten.

Gestern Abend hatte ich dann Windows 10 auf meinem Laptop. Kein Bildschirmfoto, das ging nicht. Design wie ein verkacktes Windows 3.0 (falls das hier jemand noch kennt). Kein Startmenü, überhaupt kein Ansatz zum Starten von Programmen. Na gut, müde, schlafen, morgen mehr.

Ausgeschlafen ging es ans Werk. Das Startmenü fehlt noch immer. Es ist übrigens ein HP G 6060 EG, und für den gibt es nur Windows Vista. Was anderes ist gar nicht vorgesehen. HP will mir da eher einen neuen Laptop verkaufen, aber warum sollte ich? Und ausgerechnet HP? Man sieht da – nur so nebenbei – diesen ehrenwerten Ansatz der Linux-(Kernel-) Entwickler, jede nur erdenklich und eben auch alte Hardware unter Linux zum Laufen zu bringen. Die machen wirklich die Drecksarbeit. Tja, HP, das war’s dann wohl.

Der nächste Schritt wäre dann der zu Nvidia gewesen, wo es „praktischerweise“ so ein Tool namens „GeForce Experience“ gibt. Tolle Sache, eine firmeneigene Software sucht die eigene Hardware und packt den passenden Treiber dazu.

GeForce Experience

Es tut uns leid

Ach ja, Programmstart. Da mußte ich Verknüpfungen auf dem Desktop erstellen und die dann starten, da ich nach wie vor keine „richtigen“ Möglichkeiten zum Programmstart finden konnte. User-Experience vom Allerfeinsten.

Ich könnte ja jetzt mit viel Zeit dieses Windows 10 „irgendwie“ zum Laufen bringen. Ich kann aber auch die Festplatte raushauen und die neue mit Ubuntu 14.04 reinstecken. Genau das ist gerade passiert.

Über rennradopa

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2 Antworten zu Meine Erlebnisse mit Windows 10

  1. Andreas Edler schreibt:

    Hm, ich klicke bei Windows 10 einfach auf den Startbutton und dann wähle ich unter „alle Apps“ einfach eins der installierten Programme aus. So wie ich das bei Ubuntu, KDE, Windows 7 und ähnlichen grafischen Oberflächen – von Apple mal abgesehen, damit komme ich nicht klar – auch mache. Da muss man keine Programmverknüpfungen auf dem Desktop anlegen.

    Alternativ kann man auch den Startbutton anklicken und den Namen des gewünschten Programmes eintippen und es dann starten … mache ich fast genauso häufig.

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    • rennradopa schreibt:

      Genau das geht bei meiner Win10-Installation nicht. Weiß der Kuckuck warum. Die fehlende Hardwareunterstützung ist dagegen schon Methode. Komisch ist nur, daß der Nvidia-Chipsatz m610 (ja, alt) unter Linux von Nvidia mit propriätären Treiber unterstützt wird, unter Windows 8 und höher jedoch nicht. Naja, es ist der Zweitrechner und davon das Zweitsystem auf einer Zweitplatte, da relativiert sich so manches.

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